Düsseldorfer Rosenmontagszug verschoben 0 105

Nach der Absage des Zugs in Düsseldorf gibt es Streit unter den NRW-Karnevalshochburgen. Köln, Aachen und Bonn lehnen eine Verschiebung ab.

Nach der angekündigten Verschiebung des Düsseldorfer Rosenmontagszuges wegen der Corona-Pandemie gibt es offenbar Streit unter den Vertretern der Karnevalshochburgen in NRW. Eigentlich wollten Vertreter aus Düsseldorf, Bonn, Aachen, Köln und der Staatskanzlei am Donnerstag über das weitere Vorgehen beraten. Die Düsseldorfer Karnevalisten nahmen an dem Termin allerdings nicht teil. CC-Präsident Michael Laumen habe sich in einem Gespräch mit Christoph Kuckelkorn, Präsident des Kölner Festkomitees, darauf verständigt, dem Termin fernzubleiben.

Rosenmontagszug in Köln soll stattfinden

Anders als in Düsseldorf soll der Kölner Rosenmontagszug trotz der Corona-Pandemie am 28. Februar 2022 durch die Straßen ziehen. „Der Karneval ist kein reines Partyevent, das man beliebig planen und verschieben kann“, teilte das Festkomitee Kölner Karneval nach dem Treffen mit. „Er ist ein jahrhundertealtes Brauchtum und bewegt sich als solches in einem festen zeitlichen Rahmen.“ Auch die Karnevalisten aus Bonn und Aachen lehnten demnach eine Verschiebung ab und seien „überrascht und irritiert“ über die Entscheidung der Düsseldorfer Jecken.

„Es ist mehr als traurig, dass in Düsseldorf rein wirtschaftliche Gründe dafür sorgen, dass alle Regeln des Brauchtums über Bord geworfen werden“, sagte Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn. In Köln sei schon vor geraumer Zeit festgelegt worden, dass der Rosenmontagszug unter 2G-Bedingungen - nur für Geimpfte und Genesene - stattfinden werde. Allerdings würden die Planungen immer wieder den aktuellen Entwicklungen angepasst.

Düsseldorfer Zug soll auf 8. Mai verschoben werden

Das Comitee Düsseldorfer Carneval hatte am Mittwochabend angekündigt, den Rosenmontagszug wegen der Corona-Pandemie im kommenden Jahr vom 28. Februar auf den 8. Mai zu verschieben. Der neue Termin eröffne die Chance, den Düsseldorfer Rosenmontagszug in der gewohnten Weise mit Tausenden von Zuschauern am Straßenrand durchzuführen, hieß es zur Begründung.